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Es gibt eine Sage über
den besagten Fisch und den Berchinger. Nach dieser
Sage hatte die Sulz, ein Berchinger Fluss, einmal
ein gewaltiges Hochwasser. Als das Wasser aber wieder
in sein Flussbett zurückkehrte, blieb auf der
Wiese ein Hecht liegen. Dieser schaffte den Anschluss
,zurück in die Sulz, nicht mehr.
Ein Berchinger Bürger fand den Hechten auf der Wiese. Allerdings hatte er so ein wundersames Tier noch nie gesehen. Also brachte er es zu den Stadtvätern aufs Rathaus, damit die ihm sagen sollten, um welches seltsame Tier es sich handelt. Es wurde lange beraten und verhandelt, und am Schluss einigte man sich, dass es ein Vogel sei. Ein Vogelkäfig wurde herbeigeschafft, der Fisch darin eingesperrt und öffentlich auf dem Reichenauplatz ausgestellt.
Als der Fisch sein Leben aushauchte, und zum letzten Mal seinen Rachen weit aufriss, meinten viele, er würde jetzt auch zu singen anfangen.
Einige warten heute noch darauf.
Seither werden die Bürger von Berching als "Bachamer Hechten" bezeichnet. Der Faschingsverein leitete daraus seinen Namen "Hechtonia" ab.
Vereinsgeschichte
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Faschingsball
1950 unter dem Namen "Zirkus Bachamini"
Der kleinste Clown (unten 3. von rechts) ist
Bierbrauer und 2.Bürgermeister Josef
Winkler |
Wie lange es in Berching
schon ein Faschingstreiben gibt, kann gar nicht genau
geklärt werden, da es von früher keine Überlieferungen
gibt. Um das Jahr 1950 wurde der Berchinger Fasching
aber erstmals richtig organisiert. Man nannte sich
damals "Zirkus Bachamini". Dieser Fasching
wurde damals hauptsächlich von den Mitgliedern
des Sportvereins ausgerichtet.
Im Jahr 1968 konnte durch einige Idealisten um Herbert Beringer ein Präsident und ein Prinzenpaar mit Hofstaat, den Fasching in Berching bereichern. Bald festigte sich der Wunsch, aus der "Interessengemeinschaft Berchinger Fasching" einen richtigen Faschingsverein ins Leben zu rufen.
So wurde am 28.12.1971 die "Hechtonia" aus der Taufe gehoben. Zum ersten Vorsitzenden wurde Alfred Stephan, zu dessen Vertreter Karl Regnath bestimmt. Der neu gegründete Verein konzipierte eine Satzung, in der alle Rechte und Pflichten verankert wurden. Die damaligen Bürgermeister Adolf Hollnberger und Josef Stadler versicherten sofort die Unterstützung der Stadt.
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Prinzenpaar
1973 Dieter I und Maria I |
Am 10.01.1972
konnte der erste "offizielle" Hechtonia-Ball
mit Inthronisation eines Prinzenpaares, Vorstellung
der Elferräte und der Prinzengarde, abgehalten
werden.
Nach Ablauf des ersten Vereinsjahres am 06.10.1972
ermittelten die Kassenprüfer Dr. Winfried Jordan
und Jakob Sichler ein großes Defizit in der
Kasse. Doch durch Sparsamkeit und Geschäftssinn
der Vorstandschaft und durch vielerlei Veranstaltungen
konnten immer wieder Überschüsse erwirtschaftet
werden, die dem Verein zugute kamen. Bald konnte man
sich die Hechtonia aus dem Vereinsleben nicht mehr
wegdenken.
Am 05.10.73 übernahm Karl-Josef Huber das Amt
des Vorstandes. Ihm zur Seite standen wieder Karl
Regnath und Erwin Mayer als Präsident. Der Fasching
1975 wurde zusätzlich vom Hechtenkönig "Wambi"
alias Franz König bereichert. Mit den Hechtensängern
"Crying Company" unter Leitung von Hans
Hutter hatte die Hechtonia eine weitere besondere
Attraktion zu bieten. Die prunkvoll gestalteten Faschingsumzüge
wurden weit über den Landkreis hinaus immer mehr
geschätzt.
Als Karl Josef Huber am 16.09.1977 abdankte, übernahm
Peter Neumeyer, der vom ersten Tag an den Verein tatkräftig
unterstützte, die Führung der Hechtonia.
Seine und die Aufgabe seiner Mannschaft war es, den
Fasching weiter aufleben zu lassen.
Peter Neumeyer legte am 26.09.1979 den Vorsitz nieder,
Manfred Föttinger wurde sein Nachfolger. Die
nächsten Jahre waren nicht leicht für die
Hechtonia, hatte sich doch eine Faschingsmüdigkeit
der Berchinger Bürger breitgemacht. So wurden
im Jahre 1981 für den Eröffnungsball nur
73 Karten verkauft. Man knüpfte und pflegte Kontakte
zu auswärtigen Faschingsgesellschaften, so dass
bei den Veranstaltungen der Saal wenigstens halbwegs
besetzt war.
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Prinzenpaar
1985
Andrea I und Harald I |
Seit 1981 wird der Fasching
im November (11.11.) mit der Gaudirallye eröffnet.
Hierbei müssen Teams mit jeweils einem Auto auf
einem vorgeschriebenen Kurs durch die Gemeinde (manchmal
auch weiter) fahren und dabei verschiedene Spiele
und Aufgaben lösen. Dieses Ereignis wird auch
heute noch mit großer Begeisterung aufgenommen.
Im Jubeljahr zum 10jährigen Bestehen der Hechtonia konnte zwar kein Prinzenpaar gefunden werden, aber Elferrat und Garde standen dem Verein treu zur Seite. Spontan stellten sich die Prinzenpaare der vergangenen Jahre für die Veranstaltungen zur Verfügung. 1983 musste dann sogar der Faschingsumzug ausfallen. Am 06.05. 1983 übernahm das seit langem bewährte Mitglied Lothar Bayerschmidt den Vorsitz. Durch seinen und den Einsatz aller Beteiligten blühte der Verein langsam wieder auf.
Bei der Generalversammlung am 02.10.1987 wurde Karl Herrler Vereinsvorsitzender. Erstmals wurde ein Weinfest veranstaltet, das auch von der Berchinger Bevölkerung gut angenommen wurde. Auch beteiligte sich der Verein an öffentlichen Veranstaltungen, wie Aktion Sorgenkind (jetzt: Aktion Mensch) und am Rotkreuzfest.
Am 06.10.1989 übernahm wieder Peter Neumeyer das Amt des Vorstandes, neben dem als Präsidenten, das er seit 1985 besetzte. 1990 und 1991 nahm die Prinzengarde mit großem Erfolg an der bayerischen Meisterschaft im Gardetanz teil. Allerdings war diese Teilnahme und ein, im Raum stehendes, Weiterkommen mit erheblichen Kosten und einem gewaltigen Zeitaufwand verbunden. Es sollte weiter der Frohsinn und Spaß im Vordergrund stehen. Aus diesem Grund nahm man an den Meisterschaften bis heute nicht mehr teil.
In dieser Zeit wurde auch eine Partnerschaft mit der Fischerstadt Peitz eingegangen. Gegenseitige Besuche waren in den darauffolgenden Jahren die Folge. Allerdings schlief diese Partnerschaft mittlerweile etwas ein.
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Festausschuß
zum 20 jährigen Jubiläum |
Zum 20jährigen Jubiläum
konnte festgestellt werden, dass sich auch ausgeschiedene
Hechtonia-Mitglieder dem Verein nach wie vor verbunden
fühlen. Der Jubiläumsball am 25.01.1992
im Winklersaal war bis zum letzten Platz gefüllt
mit ehemaligen Prinzenpaaren und Mitgliedern vergangener
Tage.
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Die Hechtonia
beim 20jährigen Jubiläum |
Ebenfalls seit
1992 wird jährlich ein Faschingsball zusammen
mit körperlich und geistig Behinderten Bewohnern
der Regens-Wagner Stiftung durchgeführt. Dieser
Ball ist mittlerweile fester Bestandteil des Berchinger
Faschings und wird mit Begeisterung auch bei "Nicht-Behinderten"
aufgenommen.
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Prinzenpaar
1992
Rosita I und Thomas I
(mittlerweile zum Präsidenten mutiert) |
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Prinzengarde
1992 |
Elferrat
1992 |
Gewaltigen Zuwachs
bekam die Hechtonia 1993. Hier wurde erstmals ein
Kindergarde ins Leben gerufen. Sie ist seither nicht
mehr wegzudenken. Dieser Erfolg ist hauptsächlich
Susanne Schmidt zu verdanken, die sich mehr oder weniger
alleine um die "kleinen" kümmerte.
In der Anfangszeit wurde sie noch von Katrin Englmann
unterstützt. Da das Faschingstreiben in der Berchinger
Innenstadt am Faschingsdienstag etwas eingeschlafen
war, wird seit 1997 vor dem Gasthaus Winkler eine
Bühne aufgebaut. Auf und um diese Bühne
herum wird seither wieder getanzt und gefeiert. Auch
eine Comedy-Aufführung gibt es an diesem Tag,
bei der hauptsächlich die Berchinger "Stars
und Sternchen" derbleckt werden. Hauptorganisatoren
für diese Veranstaltungen sind von Anfang an
Josef Geyer und 2. Bürgermeister Josef Winkler.
Im Oktober 1997 übergab Peter Neumeyer das Amt
des Präsidenten an seinen Schwiegersohn Markus
Ameismeier. Beide führten die Hechtonia zwei
Jahre zusammen. Im Jahr 1999 gaben beide ihr Amt ab.
Das Amt des Vorstandes übernahm Siegfried Lichtenegger.
Sein Vertreter wurde Lothar Kuttig. Neuer Präsident
ist Thomas Höffler.
Auch zum 30-jährigen Jubiläum bewiesen die
ehemaligen Mitglieder (Prinzenpaare, Elferräte,
Gardemädchen) und die Berchinger Bevölkerung
ihre Verbundenheit zum Verein. Ein, eigentlich schon
überfüllter, Saal und ein bis dato noch
nie dagewesener Faschingszug waren der Erfolg jahrelanger
Arbeit. 2004 änderte sich die Vorstandschaft
und verjüngte diese mit neuen langjährigen
Mitgliedern. Neuer Vorstand wurde Dominic Neumeyer
und Präsident wurde nach kurzer Pause wieder
Marcus Ameismeier. Die neue Vorstandschaft führt
den Verein bis dato erfolgreich weiter und rief sogar
ein Gardetreffen in Berching ins Leben und gründete
zusätzlich unsere Bambini-Garde. Besucherzahl
beim dritten Gardetreffen am 22. Januar 2006: rund
700 Personen. Ein voller Erfolg der uns hoffentlich
die nächsten Jahre begleitet.
Bei den Wahlen 2007
legte Marcus Ameismeier sein Amt als Präsident,
aus beruflichen Gründen, nieder. Sein Nachfolger
ist Thomas Schimpl. Vorstand bleibt weiterhin Dominic
Neumeyer.
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Vorstände: |
Präsidenten: |
1971 - 1973 Alfred Stephan
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1971 - 1973 Peter Neumeyer |
1973 - 1977 Karl Josef Huber
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1973 - 1977 Erwin Meyer |
1977 - 1979 Peter Neumeyer
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1977 - 1981 Lothar Bayerschmidt |
1979 - 1983 Manfred Föttinger
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1981 - 1982 Peter Buchberger |
1983 - 1987 Lothar Bayerschmidt
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1983 - 1985 Franz König |
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1985 - 1997 Peter Neumeyer |
1989 - 1999 Peter Neumeyer
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1997 - 1999 Marcus Ameismeier |
1999 - 2003 Siegfried Lichtenegger
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1999 - 2003 Thomas Höffler |
2003 - 2005 Lothar Kuttig
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2003 - 2007 Marcus Ameismeier |
2005 - heute Dominic Neumeyer
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2007 - heute Thomas Schimpl |
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